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PROGRAMM

2. Halbjahr 2021


Liebe Gäste,

Das Museum öffnet mit einer Ausstellung zum Bischofsheimer Bahnhof

 

Am Sonntag, dem 26. September 2021, pünktlich zur Bundestagswahl, öffnet das Bischofsheimer Heimatmuseum seine Pforten vorsichtig erneut. Die Besucherzahl ist auf 10 Personen gleichzeitig beschränkt, es gilt weiterhin Maskenpflicht. Beim Betreten müssen die Hände desinfiziert werden. Das beliebte Museumscafe bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die Ausstellung zu Georg Mangold: "Historischer Ortsrundgang mit Georg Mangold" bleibt im Ratssaal zu sehen, nebenan hat Detlef Dittmann eine Ausstellung zum Bischofsheimer Bahnhof installiert.

Wer kennt noch die zweite Drehscheibe des Betriebswerks, die zwischen dem denkmalgeschützten alten Trafohaus und dem neuen Stellwerk eingebaut war? In der neuen Ausstellung über den (Rangier-)Bahnhof und das Bahnbetriebswerk Bischofsheim werden die Besucherinnen und Besucher fündig.

Alte und neue Fotos beschreiben den Bahnalltag, originale Dokumente und Schilder ergänzen die Ausstellung. Übrigens war der Rangierbahnhof, der bis 1904 auf seine heutige Größe ausgebaut wurde, zeitweise der zweitgrößte in Süddeutschland.

 Bis auf Weiteres ist das Museum am 2. und 4. Sonntag im Monat von 14 - 18 Uhr geöffnet.

Der Vorstand des HGV- Bischofsheim

Mechthild Rühl

 

Das beliebte Museumscafe bleibt geschlossen, da die entsprechenden Sicherheitsbedingungen im Haus nicht leistbar sind und das Cafeteam fast ausschließlich zur altersbedingten Hochrisikogruppe gehört.

 

Ein ZeitungsArtikel zur Ausstellung und über die Geschichte des Güterbahnhofs, der Bischofsheim den Beinamen „Eisenbahnergemeinde“ verschaffte:

 

Als Bischofsheim ein Knotenpunkt war

von Bernd Diefenbach, erschienen in der AZ-Mainspitze, 24.04.2021

Am 23. November 2013 ist ein Brückenteil demontiert worden. (Archivfoto: Detlef Dittmann)

 

Am 23. November 2013 ist ein Brückenteil des Fußgängerstegs demontiert worden. (Archivfoto: Detlef Dittmann)

  BISCHOFSHEIM  Für dieses Jahr ist noch eine interessante Ausstellung über die Historie des Bischofsheimer Bahnhofs geplant, die aber frühestens Ende September eröffnet werden kann. Für die Konzeption der Ausstellung ist Detlef Dittmann aus Wiesbaden verantwortlich. Er war seit 2013 schon fünfmal Aussteller im Museum, unter anderem über die Geschichte der Reichsbahn. Dittmann will daran erinnern, dass der Bischofsheimer Güterbahnhof einst ein Knotenpunkt war. Die Bahn hatte für den Ort eine große Bedeutung, daher auch der Begriff „Eisenbahnergemeinde“.

In der Ausstellung, die sich vor allem an Familien aus Bischofsheim und Umgebung richtet, wird eine Tafel über den 1901 gebauten Eisernen Steg aufgebaut. Fotos aus den beiden Weltkriegen werden ebenfalls ausgestellt. Dittmann, der 1980 in Bischofsheim zu fotografieren anfing und auch manche Graffiti auf seinen Bildern festgehalten hat, wird auch die jüngere Geschichte präsentieren.

Zahlreiche Lokomotiven werden zu sehen sein, ebenfalls der jetzige Bahnhof mit seinem früheren Betriebs- und Stellwerk. Dittmann ist froh, dass im Heimatmuseum noch viele Aufnahmen von Privatpersonen vorhanden sind.

Dittmann, der auch Mitglied im HGV ist, betont, dass der Bischofsheimer Güterbahnhof einst einer der größten in Westdeutschland gewesen sei. Auf den Fotos sind die Tätigkeiten im Bahnhof zu sehen, etwa das Rangieren, also das An- und Abkuppeln. Das Entschlacken der Dampfloks dürfte ebenfalls von Interesse sein. „Das Bahn-Personal hat einst auch mal in der Schlackengrube gebadet“, berichtet Dittmann schmunzelnd.

Nicht ganz so bedeutungsvoll wie der Güterbahnhof sei der Personen-Bahnhof gewesen, der zum Beispiel für Fahrten nach Frankfurt, Mainz oder Wiesbaden genutzt wurde. Doch der Güterbahnhof war viel stärker frequentiert, er wurde von den Güterwagen für die Strecken von Mannheim, Frankfurt und Köln genutzt. Die Ware wurde in Bischofsheim nicht ausgeladen, vielmehr wurden die Güterwagen neu sortiert, das heißt neu zusammengestellt.

Ein weiteres Thema der Ausstellung werden die Dampfloks sein. „Bischofsheim hatte einst eine beträchtliche Anzahl von Güterzug-Dampfloks“, erinnert Dittmann. Von den 1920er bis Mitte der 1960er Jahre hätten sie eine wichtige Rolle gespielt. Danach sei auf Elektro-Loks umgestellt worden. Der Aussteller bedauert, dass der Bischofsheimer Güterbahnhof nach der Wiedervereinigung, also ab 1989, an Bedeutung verloren hat. Danach seien andere Knotenpunkte etwa in Richtung Ostdeutschland entstanden, auch der Mannheimer Bahnhof und der Bahnhof in Frankfurt-Ost hätten an Bedeutung gewonnen.

Dennoch bleibe die Tatsache, dass die Bahn in Bischofsheim eine höchst interessante und abwechslungsreiche Historie hatte. „Früher waren eben viele Bischofsheimer Bürger bei der Bahn beschäftigt“, fasst Dittmann zusammen. Folglich dürften bei der Sonderausstellung im Bischofsheimer Heimatmuseum auch viele Nostalgiegefühle bei den Besuchern geweckt werden.

 aktuelle Termine/ HGV- Veranstaltungsprogramm:


Termine 2021 Thema Anmeldung/ Kosten/ Ort
Ab 26. September
2021
Ausstellung Bischofsheimer Bahnhof
Detlef Dittmann
Heimatmuseum,
Eintritt frei